
Abfall im Überblick!
Die Abfallwelt einfach erklärt
All die Dinge, die wir nicht mehr benötigen oder wollen, landen oft gedankenlos in der Abfalltonne. Doch ist es wirklich so simpel?
In unserem Alltag produzieren wir Unmengen an Abfall. Ohne eine durchdachte Entsorgung und Wiederverwertung würden wir schnell in Abfallbergen versinken.
Abfall ist ein alltägliches Phänomen, das in unserem modernen Leben allgegenwärtig ist. Doch was genau ist Abfall, wann wird etwas zu Abfall und was passiert damit? Hier geben wir einen umfassenden Überblick über das Thema Abfall und die verschiedenen Abfallarten.
Allgemeines zur Abfallvermeidung und Abfalltrennung
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Begriffsdefinition
Was ist eigentlich Abfall?
Im österreichischen Abfallwirtschaftsgesetz ist der Abfallbegriff geregelt. Dieser lässt sich wie folgt beschreiben:
Abfall wird allgemein als jede Substanz oder jeder Gegenstand definiert, dessen sich der oder die Besitzerin oder Besitzer entledigen möchte oder entledigen muss. Dieser Prozess der „Entledigung“ ist der entscheidende Faktor, der etwas als Abfall kennzeichnet. Es handelt sich um Materialien, die für den ursprünglichen Zweck nicht mehr gebraucht werden und daher entsorgt werden sollen.
Abfall kann in verschiedenen Formen auftreten, einschließlich fest, flüssig oder gasförmig, und kann aus unterschiedlichen Quellen stammen, wie Haushalten, Unternehmen oder der Industrie.

Wer muss Abfall trennen?
Die getrennte Sammlung von Abfällen ist ebenfalls im Abfallwirtschaftsgesetz geregelt. Das verpflichtet alle Personen, die in Österreich leben oder z. B. Urlaub machen dazu, ihren Müll richtig zu trennen.
Was passiert mit dem Abfall?
Die Behandlung von Abfall ist ein komplexer Prozess, der mehrere Schritte umfasst, um sicherzustellen, dass der Abfall umweltfreundlich und effizient behandelt wird. Die Schritte beinhalten:
Allgemeines zur Müllvermeidung und Mülltrennung
Das österreichische Abfallwirtschaftsgesetz definiert unter anderem Nachhaltigkeit, Schutz von Mensch und Umwelt und Schonung der natürlichen Ressourcen als wichtige Leitlinien der österreichischen Abfallwirtschaft.
In der Hierarchie der Abfallwirtschaft steht die Abfallvermeidung an oberster Stelle. Vermeidung bremst das Wachstum unserer Abfallmengen oder verringert die Schädlichkeit der Abfälle – dadurch wird unser Grundwasser geschont, Energie und Rohstoffe eingespart und ein aktiver Beitrag zum Klimaschutz geleistet.
Abfallvermeidende Maßnahmen sind z.B.
- Nutzung von Mehrweg- statt Einwegverpackungen
- Reparatur
- Miete oder Leihe statt Kauf
- Weitergabe nicht mehr gebrauchter Gegenstände bzw. Kauf von gebrauchten Produkten
- Nachhaltiges Produktdesign (modulares Design, Langlebigkeit und Reparaturfähigkeit)
Nicht vermeidbare Abfälle sollten getrennt gesammelt und so weit wie möglich einer Vorbereitung zur Wiederverwendung oder einem Recycling zugeführt werden.
Glas, Kunststoff, Metalle, Altpapier und Bioabfall können großteils recycelt bzw. kompostiert oder in einer Biogasanlage verwertet werden.
Restabfall muss aufgrund der Deponieverordnung thermisch oder mechanisch-biologisch behandelt werden, um sicherzustellen, dass nur für Gesundheit und Umwelt ungefährlicher Abfall auf Deponien abgelagert wird. Damit werden auch chemische Reaktionen auf Deponien vermieden, die Luft, Boden und Wasser gefährden könnten.
Jede Einzelne/jeder Einzelne sollte nicht nur helfen, Abfall zu vermeiden, sondern den anfallenden Hausmüll auch getrennt entsorgen.
Tipp
Für ein hochwertiges Recycling ist die richtige Abfalltrennung wichtig. Fehlwürfe in der getrennten Sammlung (Papier, Biomüll, Verpackungen aus Glas, Metall, Kunststoff und Verbundstoffen) müssen aufwendig aussortiert werden. Wie die Abfalltrennung am Wohnort genau gehandhabt wird (z.B. Abholintervall), kann am besten bei der jeweiligen Gemeinde oder den Abfallwirtschaftsverbänden erfragt werden.